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Zwischenfeldbauten im äußeren Festungsgürtel

Einleitung
Zwischenfeldbauten und ihre Geschichte

Der äußere Gürtel der Festung Köln wurde in den Jahren 1873-1877 (linksrheinisch) und 1877-1881 (rechtsrheinisch) mit 12 Forts und 23 Zwischenwerken fertiggestellt. Diese Werke waren auf beiden Rheinseiten durch eine Ringstraße verbunden. Die Brisanzkrise (Einführung neuer Sprengstoffe mit erheblich gesteigerter Zerstörungskraft) ab Mitte der 1880iger Jahre ...

IR
Infanterieraum

Zum Schutz der jetzt schwerpunktmäßig im Zwischenfeld eingesetzten Artillerie und zum Schließen der Lücken zwischen Forts und Zwischenwerken wurde hier der Einsatz von Infanterie vorgesehen, die aus während der Armierung herzustellenden Feldstellungen kämpfen sollte. Ein Teil der notwendigen Schutzräume wurde während der ersten Bauphase (nach ähnlichem Muster wie A- und M-Räume) gebaut...

AR
Artillerieraum

Der Einsatz der Artillerie sollte im wesentlichen aus Feldstellungen (Graben mit geringer Tiefe und davorliegender Deckwall) erfolgen. In der Nähe dieser vorgeplanten Artilleriestellungen wurden Schutzräume für die Besatzungen (nach ähnlichem Muster wie die ersten I-und M-Räume) gebaut. Diese Artillerieräume boten Schutz für zwei Batterien und waren wie alle Werke der ersten Bauphase...

MR
Munitionsraum

Die Munitionsräume dienten zur Unterbringung der Munition für die Artilleriebattarien im Zwischenfeld. Sie befanden sich im allgemeinen-von Feindseite aus gesehen- in der hintersten Linie der Zwischenfeldbauten. Die Grundrisse der ersten Bauphase waren denen der I- und A-Räume sehr ähnlich; auch die M-Räume waren in Ziegelbauweise mit Betondeckenverstärkung erstellt. Es ist davon auszugehen, ...

ISP
Infanteriestützpunkt

Die Infanteriestützpunkte waren die Eckpfeiler des Verteidigungssystems im äußeren Festungsgürtel. Sie bestanden aus einem Infanterieraum im Kern und einer ausgebauten, z.T. betonierten Kampfstellung für Schützen, die immer Front und Flanken, manchmal auch die gesamte Kehle umfasste. In der Front waren in diese Kampfstellung 1 bis 2 Wachträume eingebaut, ...

VS
Vorfeldstreiche

Vorfeldstreichen wurden nur als Armierungsbauten und nur auf der linken Rheinseite gebaut. Sie befanden sich im unmittelbaren Vorfeld der Hauptkampfstellung (in der Nähe von Infanteriestützpunkten) und wirkten mit Maschinengewehr- und Gewehrfeuer flankierend vor eigene Stellung und Hindernisse. Charakteristisch für diese Werke war die extrem stark gebaute Flankenmauer zur Feidseite hin...

Noch im Umbau: GS
Grabenstreichen

Zwischen Grabenstreichen und Vorfeldstreichen gibt es auffallende Ähnlichkeiten. Wie Vorfeldstreichen - sind sie nur im linksrheinischen und nur als Armierungsbauten errichtet wurden - wird aus ihnen mit Maschinengewehr und Gewehr gekämpft - stellen sie keinen Untertreteraum, sondern einen Kampfraum dar, mit Flankierung vor eigene Stellung und Hindernisse...

Noch im Umbau: Fl-Batt
Flankierungsbatterie

Flankierungsbatterien wurden nur als Armierungsbauten-vermutlich als Ersatz für die aufwendigen eigentlich vorgesehenen Armierungs- Zwischenraumstreichen gebaut. Die Werke stellten eine Kombination von Geschützlager, Munitions- raum und mannschaftsschutzraum mit außenliegender betonierte Geschützbank dar...

Noch im Umbau: WR
Wachtraum

Wachträume waren die kleinsten Zwischenfeldbauten. Sie dienten als Unterstand für Wachposten. Es gab drei namentlich aufgeführte eigenständige Bauwerke als "Wachtraum mit Feuerstellung", davon einer als Armierungsbauwerk. Der ganz überwiegende Teil der Wachträume, die nicht in den Listen der Zwischenfeldbauten auftauchen, waren aber Wachträume in Infanterie- Stützpunkten (1 oder 2) ...

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